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19.04.08

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Das l'Arc in Romainmôtier - Einst Wohnung des Abtes und Pilgerhaus, heute Ort des Austausches, des Nachdenkens, der Begegnung. Eben einige Tage zum Thema "Kultur und Digitalisierung".

Zur Abwechslung einfach ein Link auf mein zweites, berufliches Blog: www.digitalbrainstorming.ch/blog

Konzept und Realisation wie immer Migros-Kulturprozent!

Posted by dominik at 22:35 | Comments (0)

13.04.08

Blut klebt an Olympia

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Gedanken zum Thema Tibet, China, Olympiade.

Ich habe einen Traum: Eröffnungsfeier der Olympiade in Peking. Die Sportler aller teilnehmenden Nationen laufen im Stadion ein. Alle in den jeweiligen Nationalfarben. Die Fernsehkamera ist nun auf den Schweizer Olympioniken. Wie auf ein unsichtbares Kommando ziehen alle ihre T-Shirts aus ? darunter kommt ein zweites T-Shirt zum Vorschein: Es zeigt die Flagge Tibets. Die Fernsehkameras zoomen sofort weg. Die Feier geht weiter wie wenn nichts geschehen wäre. Aber der Skandal ist perfekt. Ausgerechnet die Schweizer. Die Weltpresse beginnt zu recherchieren. Der an sich schon überhitzte Medienapparat glüht. Was ist das für ein Land, in dem sich die Sportler so mit Tibet solidarisieren? ? Plötzlich sind die engen Beziehungen zwischen der Schweiz und Tibet im Rampenlicht. Und natürlich ist auch die Rede vom Tösstal?

So etwas wird nicht passieren, dachte ich vor kurzem. Nun bin ich nicht mehr so sicher: Schon der symbolträchtige Fackellauf ist ein einziges Debakel. Spektakuläre Aktionen in London, Paris, San Francisco?Kaum ein Tag vergeht, ohne dass Tibet nicht im Zusammenhang mit der bevorstehenden Olympiade ins Rampenlicht rückt. China reagiert mit Gewalt, Unverständnis, Wut. Der Dalai Lama wird in dieser Rhetorik zum Terroristen?

Klar ist schon jetzt: Die Sommer-Olympiade ? als gigantische Propaganda-Veranstaltung für die aufstrebende Wirtschaftsmacht China gedacht ? wird zum Rohrkrepierer. Zu gross sind die inneren Widersprüche dieses Landes. Es ist ja nicht die Unterdrückung in Tibet allein, die China ins Rampenlicht rückt. Es ist die Menschenrechtslage im Reich der Mitte überhaupt: Das Wegsperren von Dissidenten, die tausendfache Vollstreckung der Todesstrafe Jahr für Jahr, die Umweltzerstörung, die systematische Unterdrückung der Meinungs- und Pressefreiheit?

Ich muss dabei an eine Geschichte denken, die ich vor mehr als zehn Jahren erlebt habe: Ich half damals einer Winterthurer Firma, eine Konferenz zum Thema China vorzubereiten. Eine chinesische Delegation mit einer Ministerin an der Spitze hatte zugesagt. Für die Pressekonferenz mit der Ministerin sollte ich die exakten Fragen sammeln, welche die Journalisten stellen würden. Die Aufgabe war mir peinlich, ich erledigte sie, indem ich die Fragen selber erfand. Ein China-Spezialist sagte mir dann an der Pressekonferenz, die ganz ruhig über die Bühne ging, dass solche Vorbereitungen absolut normal seien im Umgang mit China. Normal? ? Für mich blieb der schale Nachgeschmack. China war und ist ein durch und durch autoritär regiertes Land in dem die Rechte des Einzelnen wenig bis nichts gelten, in dem keine Minderheit Schutz beanspruchen darf.

Wäre es besser, die Olympiade würde nicht in China stattfinden? ? Nein, im Gegenteil. Der Anlass ist gut um all diese Fragen aufs Tapet zu bringen. Wir leben nun einmal in einer Informations- und Mediengesellschaft: Die Anliegen der Menschenrechte, der Umweltzerstörung, die Unterdrückung der tibetischen Kultur ? das alles gehört auf die Agenda der Weltgemeinschaft. Und dort wird es auch bleiben. Es wird ein heisser Sommer.

Die Machthaber Chinas werden sich nicht freuen. Und die Olympia-Verantwortlichen werden sich die Augen reiben und sich fragen, ob sie mit ihrem Sportanlass nicht zur Legitimation dieses Unrechts-Staates beigetragen haben. Aber nicht nur sie: Auch unsere Wirtschaft und Politik wird sich Fragen gefallen lassen müssen: Wieviel Blut klebt an den Computern, den Textilien, den Güggeli aus China? ? Wieviel zerstörte Natur?

Die Frage bleibt: Was wird sich ändern? ? Vielleicht geht?s nicht nur darum, vielleicht ist es ja einfach auch wichtig, diese gigantische Propaganda-Show der Lügen und des Geldes (gilt auch für die Sponsoren!!) nicht einfach abzunicken und hinterher zu sagen, wir hätten nichts gewusst.

In: Standpunkte, Tössthaler vom 12.4.2008

Posted by dominik at 12:00 | Comments (0)

07.04.08

Störbrenner Wuffli aus Winterthur-Seen

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Der Störbrenner Wuffli aus Winterthur-Seen ist fast vor unserer Haustür in Winterthur-Iberg mit seiner mobilen Brennerei. An Arbeit fehlt es nicht: Gegen 50 blaue Fässer stehen da, gefüllt mit Obst vom letzten Herbst, das nun die Wintermonate friedlich vor sich hingegärt hat...

Es sieht aus wie im Bilderbuch. Geheizt wird natürlich mit Holz und das braucht es offenbar in rauhen Mengen. Der Störbrenner verarbeitet Obst der Bauern? - Fehlanzeige. Längst sind es mehr Private, deren Obst hier im Kessel destilliert wird.

Das eine oder andere verkauft Wuffli auch selber und sein mobiler Schnapsladen könnte es mit manch edlem Geschäft in der Innenstadt aufnehmen. Nicht überall weiss man auf Anhieb, was sich hinter den phantasievollen Namen verbirgt. Chrüter, Holunder, Kirsch, Marc, Pflümli, Quitten, Williams und Zwetschenwasser. Das verstehen wird. Auch unter Chümi (Kumin) können wir uns etwas vorstellen. Was aber ist Engelbrunz? (Engelpisse) Oder Anti-Vogelgripptin? - Und dann gibts auch falsche Fährten: Zitröndler ist kein Zitronenschnaps, sondern ein Schnaps, der aus Usteräpfel gebrannt wird. Usteräpfel? - Gibts nur auf dem Markt zu kaufen und wer die seltene Köstlichkeit nicht zu Schnitz und Drunder verarbeit, der bringt sie eben zum Verschnapsen.

Ja und dann wäre dann noch das Anti-Vogelgripptin: Schnaps mit Tannenschösslingen. Wirkt garantiert. Nur den Engelbrunz, was das ist, muss ich Bauer Wuffli beim nächsten Besuch fragen. Ist ja immer gut, einen Vorwand dafür zu haben.

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Posted by dominik at 19:28 | Comments (0)

05.04.08

Die Faszination der Musikroboter

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Robotershow mit digital brainstorming vom Migros-Kulturprozent im Zürcher Kunstraum Walcheturm. Hier gibts mehr - darunter auch ein Audio-interview mit dem Roboter-Forscher Rolf Pfeifer

Ein gelungener Abend im digitalbrainstorming im Walcheturm in Zürich

Fasziniert war buchstäblich jung und alt. Hier im Bild: Prof.Dr.Rolf Pfeifer, Leiter des Artificial Intelligence Labors der Universität Zürich. Auch er ganz offensichtlich angetan von den phantastischen Kreationen.

Audio-Interview mit Prof.Rolf Pfeifer (12 Minuten, 11 MB)
Mehr Bilder in der Fotogalerie

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http://www.digitalbrainstorming.ch/programm/roboband

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Posted by dominik at 23:11 | Comments (0)